Opferhilfe

Die SODK koordiniert und fördert die einheitliche Anwendung des Opferhilfegesetzes (OHG) und die Zusammenarbeit zwischen Bund und Kantonen im Bereich der Opferhilfe. Zu diesem Zweck führt sie die Schweizerischen Verbindungsstellen-Konferenz Opferhilfegesetz (SVK-OHG).

Im Bereich der Opferhilfe liegen die Hauptziele der SODK in der Unterstützung einer wirkungsvollen und einheitliche Anwendung des Bundesgesetzes über die Hilfe an Opfer von Straftaten (OHG) in den Kantonen und der Förderung der Zusammenarbeit zwischen den Kantonen wie zwischen Bund und Kantonen. Hierzu führt sie die Schweizerische Verbindungsstellen-Konferenz Opferhilfegesetz (SVK-OHG), eine fachtechnische Konferenz der SODK. Diese garantiert den Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen den kantonalen Entschädigungsstellen, den Opferhilfe-Beratungsstellen dem Bundesamt für Justiz und der Konferenz der kantonalen Justiz- und PolizeidirektorInnen (KKJPD). Die SVK-OHG erarbeitet nach Bedarf Stellungnahmen, Vernehmlassungen, Empfehlungen oder Richtlinien. Sie arbeitet im Bereich der Opferhilfestatistik zusammen mit dem Bundesamt für Statistik. Seit 2014 ist die SVK-OHG assoziiertes Mitglied bei victim support europe.

Aufgrund der Revision des Opferhilfegesetzes, welche auf 1. Januar 2009 in Kraft getreten ist, hat die SVK-OHG ihre Empfehlungen zur Anwendung des OHG überarbeitet. Diese sind als praktisches Arbeitsinstrument für die mit dem OHG befassten Stellen und Personen konzipiert. Mit der Website www.opferhilfe-schweiz.ch bietet die SODK zudem Informationen zum Thema Opferhilfe an.

Seit 2010 ist die SODK zudem aktiv an der Aufarbeitung des Schicksals von Opfern von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen (FSZM) oder Fremdplatzierungen vor 1981 beteiligt.

2018: Grundlagenpapier «Opferhilfe und Sozialhilfe, eine Gegenüberstellung der Leistungen mit Anwendungshinweisen für einzelne Schnittstellenbereiche

Die Schnittstellen zwischen der Opferhilfe und der Sozialhilfe sind Thema eines neuen Grundlagenpapiers der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) und der SVK-OHG. Ziel des Dokuments ist es, eine gemeinsame Grundlage und ein gemeinsames Verständnis für die Zusammenarbeit zwischen den Akteuren der Opferhilfe und der Sozialhilfe zu schaffen, Abgrenzungs- und Zuständigkeitsfragen zwischen Opferhilfe und Sozialhilfe mit Hilfe von Beispielen und Anwendungshinweisen so umfassend wie möglich zu klären. Damit soll ein Beitrag zur Rechtssicherheit für die anwendenden oder leistungserbringenden Stellen und zur Rechtsgleichheit für die Betroffenen geleistet werden.

Das Grundlagenpapier richtet sich an alle in der Opferhilfe und Sozialhilfe tätigen Fachpersonen sowie an weitere interessierten Akteure (z.B. Opferanwälte, Mitarbeiterinnen von Frauenhäusern oder Kindesschutzbehörden etc.). Dokument PDF

 

Kontakt: Veronika Neruda, Fachbereichsleiterin Familie und Gesellschaft

Links:

www.opferhilfe-schweiz.ch

Bundesamt für Justiz, Opferhilfe

Bundesamt für Statistik, Opferhilfestatistik