Sozialwerke

Die Sozialwerke der Schweiz sind ein Gefüge aus Sozialversicherungen und Sozialhilfe (sowie weitere kantonale Bedarfsleistungen) und bilden zusammen einen wichtigen Pfeiler unserer Gesellschaft und des sozialen Friedens bzw. der Existenzsicherung. Das System der sozialen Sicherheit gilt es zu erhalten, zu optimieren und an die sozialen und wirtschaftlichen Veränderungen und Herausforderungen anzupassen.

Die SODK ist dafür besorgt, die sozialpolitischen Anliegen der Kantone betreffend die Sozialwerke – wie u.a. AHV, Arbeitslosenversicherung, Invalidenversicherung, Ergänzungsleistungen und Sozialhilfe – in die politische Diskussion auf Bundesebene einzubringen. Sie setzt sich dafür ein, dass das System der Sozialwerke gepflegt und den immer neuen Herausforderungen angepasst wird. Es gilt zudem, diese Anliegen vermehrt auch mit der Wirtschafts-, Bildungs- und Gesundheitspolitik zu verlinken.

Ziel der SODK ist es, eine präventive Sozialpolitik als horizontale (Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Sozialwerken) und vertikale Verbundaufgabe (Bund, Kantone, Kommunen) zu etablieren, welche den demographischen Entwicklungen Rechnung trägt und sich nicht nur der Existenzsicherung, sondern auch der Integration (berufliche, soziale und kulturelle Integration) verpflichtet.

Anlässlich der Jahresversammlung 2007 hat die SODK ihre Position festgelegt und fünf Leitsätze zu den Reformen der Sozialversicherungen und deren Auswirkungen auf die Sozialhilfe bzw. die Kantone/Gemeinden und Städte verabschiedet.

Im Sinne der vertikalen Verbundaufgabe haben die SODK und das Eidgenössische Departement des Innern beschlossen, eine ständige Gesprächsplattform zwischen den Verantwortlichen für die Sozialpolitik der Kantone, der Gemeinden und Städte sowie des Bundes zu etablieren. Zu diesem Zweck wurde im Rahmen der Jahresversammlung 2008 der SODK der Nationale Dialog Sozialpolitik Schweiz vereinbart. Erstmals fand der Dialog im November 2008 statt.

Aktuell ist die SODK in die Prozesse der Altersvorsorge 2020 und der Revision des Ergänzungsleistungsgesetzes (ELG) involviert.

Ferner wirkte die SODK bei der Erarbeitung der Armutsstrategie des Bundes mit. An ihrer Jahreskonfernz 2010 in Appenzell haben die kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren ihrerseits ein gemeinsames Programm zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung verabschiedet, dessen Massnahmen in der Zwischenzeit umgestzt sind. Das zurzeit laufende Nationale Programm zur Bekämpfung und Prävention von Armut des Bundes (Nationales Programm gegen Armut) wird von der SODK ebenfalls unterstützt, u.a. in Form von aktiver Vernetzung und Mitwirkung in verschiedenen Projektgruppen. Am 22. November 2016 findet dazu eine Nationale Konferenz gegen Armut in Biel statt (vgl. Programm auf der Programmwebseite).

Der Vorstand SODK hat an seiner Sitzung vom 21. September 2012 die Empfehlungen SODK zur Ausgestaltung von kantonalen Sozialberichten verabschiedet.

Referat von Peter Gomm, Präsident SODK: Armutsbekämpfung in der Schweiz - Rückblick und Ausblick

Kontakt:  Remo Dörig, stv. Generalsekretär, Zuständiger Bereich Sozialwerke

Links: Bundesamt für Sozialversicherungen BSV; Staatssekretariat für Wirtschaft seco