Qualitätssicherung für Einrichtungen gemäss IFEG
 
Ausgangslage

Nach dem Inkrafttreten des „Bundesgesetzes über die Institutionen zur Förderung der Eingliederung von invaliden Personen“ (IFEG) am 1. Januar 2008, wurden die Qualitätsnormen BSV/IV 2000 nicht mehr angepasst. Zahlreiche Kantone haben während einer Übergangszeit diese Qualitätsnormen trotzdem für die von ihnen beaufsichtigten Einrichtungen gemäss IFEG (z.B. Wohnheime, Werk- oder Tagesstätten) für anwendbar erklärt. Auf den 1. Juli 2014 hat die Schweizerische Akkreditierungsstelle (SAS) die Akkreditierung im Bereich BSV/IV 2000 aufgehoben. Seit diesem Zeitpunkt gibt es keine von der SAS akkreditierten Qualitätsnormen mehr, die spezifisch für Einrichtungen gemäss IFEG angewendet werden könnten.

Empfehlung des Vorstandes SODK zu Qualitäts-Modellen für Einrichtungen gemäss IFEG

Damit eine Einrichtung vom Kanton eine Anerkennung gemäss IFEG erhält, muss sie die Qualitätssicherung gewährleisten (Art. 5 Abs. 1 Bst. h IFEG). Die Gesetzesbestimmung überlässt es dem Kanton, die konkreten Anforderungen für den Nachweis zur Gewährleistung der Qualität festzulegen.

Am 6. März 2015 hat der Vorstand SODK beschlossen, den Kantonen drei Qualitäts-Modelle für Einrichtungen gemäss IFEG zur Anwendung zu empfehlen. Die drei Q-Modelle erfüllen die Anforderungen des IFEG für die Qualitätssicherung durch den Kanton. Bei den vom Vorstand SODK empfohlenen Q-Modellen handelt es sich um folgende:

- Qualitäts-Richtlinien der SODK Ost+ für die Einrichtungen für erwachsene Menschen mit Behinderung (invalide Personen gemäss IFEG), SODK Ost+, 12. September 2011.

- Qualitätskriterien für soziale Einrichtungen in der lateinischen Schweiz im Sinne der Artikel 3 und 4 des IFEG, anwendbar für Wohn-, Werk- und Tagesstätten, CLASS, 3. Februar 2014.

Betriebsbewilligungsstandards für Wohnheime, GEF des Kantons Bern, 1. Juli 2015.

Die drei Modelle halten fest, was für sie gute Qualität ist und woran man sie erkennt. Alle machen Vorgaben für die Struktur- und Prozessqualität. Im Dokument "Empfohlene Qualitäts-Modelle: Gemeinsamkeiten und Unterschiede" sind die wichtigsten Elemente stichwortartig zusammengefasst.