Familien, Generationen und Gesellschaft

Familien- und Generationenfragen sind einer der Schwerpunkte der Tätigkeiten der SODK. Im Vordergrund stehen dabei die Förderung der familienergänzenden Kinderbetreuung, Massnahmen zur Unterstützung einkommensschwacher Familien sowie die Verbesserung des Adoptions- und Pflegekinderwesens und die berufliche und soziale Integration von Jugendlichen.

Die Familienpolitik war zentrales Thema an den SODK Jahreskonferenzen von 2003 und 2009. 2003 wurde ein Bericht über Massnahmen zur Unterstützung einkommensschwacher Familien und ein Positionspapier der SODK verabschiedet. 2009 wurde der aktuelle Stand der familienpolitischen Geschäfte diskutiert, der Schwerpunkt lag dabei auf der Existenzsicherung von Familien und der Vereinbarkeit von Familie und Erwerbsleben.

Die SODK setzt sich insbesondere für die Sicherstellung eines adäquaten familienergänzenden Kinderbetreuungsangebots und für ein dauerhaftes finanzielles Engagement des Bundes in diesem Bereich ein. Zusammen mit der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren (EDK) hat sie 2007 eine Erklärung zu familienergänzenden Tagesstrukturen verabschiedet, welche sechs Leitsätze und Eckwerte einer künftigen interkantonalen Politik im Bereich der Kinderbetreuung beinhaltet. Gemäss dieser Erklärung liegt die primäre Verantwortung für die interkantonale Koordination im Bereich von Tagesstrukturen für Kinder im Frühbereich (0 bis 4 Jahre) bei der SODK. Aktuell ist die SODK daran, Empfehlungen für die familienergänzende Kinderbetreuung im Frühbereich auszuarbeiten.

Die Einführung von Familien-Ergänzungsleistungen auf Bundesebene (siehe Medienmitteilung vom 22. August 2008) ist ein weiteres Anliegen der SODK. Im Auftrag der Jahreskonferenz 2009 erarbeitet die SODK momentan Empfehlungen zu Familien-Ergänzungsleistungen. Daneben hat sie sich für  steuerliche Entlastungen für Familien (vgl. Stellungnahme des Vorstandes vom 1. April 2009) und für eine Harmonisierung der Alimentenbevorschussung und -inkasso ausgesprochen.

Schliesslich engagiert sich die SODK für ein zeitgemässes Pflegekinderwesen. Dies im Rahmen der momentan laufenden Revision der Pflegekinder - und Adoptionsverordnung (PAVO) und über eine Empfehlung der Qualitätsstandards "Quality4children" bei der Fremdunterbringung von Kindern und Jugendlichen (März 2009).

Zusammen mit der EDK und der Konferenz der kantonalen Volkswirtschaftsdirektorinnen und -direktoren (VDK) hat die SODK im September 2007 ein Positionspapier zur beruflichen und sozialen Integration von Jugendlichen verabschiedet. Dem folgte eine Studie zum Thema "Integrationsprobleme von jungen Erwachsenen" welche die SODK gemeinsam mit dem seco, BBT, BFM, Städteinitiative Sozialpolitik und der SKOS 2009 in Auftrag gegeben hat, deren Schlussbericht nun vorliegt. 3 Themen (Nachholbildung, niederschwellige Angebioe und Jugendliche in der Sozialhilfe) sollen nun weiter vertieft und der genaue Handlungsbedarf geklärt werden.

Kontakt: Veronika Neruda, Fachbereichsleiterin, Zuständige Familien, Generationen und Gesellschaft

Links:  Bundesamt für Sozialversicherungen: Geschäftsfeld Familien, Generationen und Gesellschaft