Alter

Ob das Alter eher Freude oder Einschränkungen mit sich bringt, wird unterschiedlich wahrgenommen: Die Bedürfnisse älterer Menschen liegen weit auseinander. Alterspolitik ist deshalb eine anspruchsvolle Querschnittaufgabe, die alle Lebensbereiche älterer Menschen umfasst.

Titelbild - Alter

Für die Alterspolitik sind die Kantone, Städte und Gemeinden verantwortlich. Bei der Altersvorsorge steht der Bund im Fokus. Eine Herausforderung für alle Akteure. Denn die Menschen werden immer älter. Dadurch verändert sich die Gesellschaft. Die SODK setzt sich dafür ein, dass die Existenz älterer Menschen gesichert ist und sie im gesellschaftlichen Leben integriert bleiben.

Ältere Menschen tragen verschiedenartig zum gesellschaftlichen Leben bei, nehmen auf unterschiedliche Weise daran teil und haben mannigfaltige Bedürfnisse. Eine breit konzipierte Alterspolitik umfasst somit viele etliche Politikfelder: soziale Sicherheit, Wohnen, Gesundheit, Kultur, Freizeit oder soziale Integration. Die Alterspolitik ist auch Spannungsfeldern ausgesetzt, so u. a. zwischen Gemeinden, Regionen und dem Kanton, zwischen Professionalität und Freiwilligenarbeit oder zwischen dem Gesundheits- und dem Sozialwesen.

Im öffentlichen Diskurs wird die Alterspflege und -betreuung oft in erster Linie als Gesundheitsfrage behandelt. Es bestehen jedoch viele Schnittstellen zwischen dem Gesundheits- und Sozialbereich, sei es bei der Finanzierung oder auch in der Frage, welche Ausbildung das Personal mitbringt sowie in der Versorgungssicherheit.

Aktuell wird das Alter in einen dritten und vierten Lebensabschnitt eingeteilt. Der dritte Lebensabschnitt ist eher noch als Teil der Gesellschaft akzeptiert: Die Menschen sind in der Regel fit und selbständig. Der vierte Lebensabschnitt ist dagegen oft negativ gefärbt, da er mit einem körperlichen Abbauprozess und hohen Kosten in Verbindung gebracht wird.

Die SODK setzt sich für die gesellschaftliche Teilhabe ein und wehrt sich gegen jegliche Diskriminierung im Alter. Sie engagiert sich für einen würdigen Übergang ins Rentenalter, eine existenzsichernde Altersvorsorge sowie eine bedarfsgerechte Begleitung und Betreuung von älteren Menschen, sei es beim Wohnen oder bei ihren Aktivitäten. Ebenso engagiert sich die SODK dafür, dass betreuende Angehörige Rahmenbedingungen vorfinden, die ihnen ein kontinuierliches Engagement über eine längere Zeit hinweg ermöglichen.

Die Alterspolitik des Bundes ist mehrheitlich geprägt vom Pflege- und Vorsorgebereich und deckt die übrigen Aspekte nur am Rande ab. Kantone, Gemeinden, Private und NGO übernehmen einen gewichtigen Teil der Begleitung und Betreuung von älteren Menschen und prägen die Alterspolitik. Die SODK pflegt einen kontinuierlichen Austausch mit dem Bund (der gewisse Leistungen mitfinanziert) sowie mit allen anderen wichtigen Akteuren – mit dem Ziel, die Alterspolitik zu optimieren und so gut wie möglich zu koordinieren.